Arbeitsintegration nach Hirnverletzung

Mit Therapie und Job Coaching zurück in den Arbeitsmarkt

Bei der interdisziplinären Arbeitsintegration unterstützen Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen Menschen mit Hirnverletzungen, damit sie wieder in der Arbeitswelt Fuss fassen und in den ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren können. Die Brühlgut Stiftung hat ein entsprechendes Angebot aufgebaut und mit der Sozialversicherungsanstalt (SVA Zürich) vereinbart, dass ihre Leistungen durch die IV finanziert werden.

Das Angebot der Brühlgut Stiftung

Ein erfahrenes Team aus Physio- und Ergotherapeuten, Neuropsychologen und Job Coaches klärt sorgfältig ab, welche Ressourcen und Möglichkeiten vorhanden sind. Gemeinsam entwickeln sie eine Eingliederungsstrategie, die den Weg, die nötigen Massnahmen und Therapien, die Intensität und die Dauer der Begleitung sowie die realistisch erreichbaren Ziele definiert.

Für wen ist die integrative Arbeitsintegration gedacht?

Das Angebot richtet sich an Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung, die ungefähr 1 bis 2 Jahre zurückliegt. Es ist auch offen für Klienten mit einer angeborenen, leichten kognitiven Beeinträchtigung. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Motivation für eine Anstellung oder eine Ausbildung im ersten Arbeitsmarkt, das Interesse, neue Fähigkeiten zu erwerben und die Bereitschaft, eigene Potenziale zu entdecken und zu entwickeln.

Für die berufliche Integration braucht es zwingend den Auftrag der kantonalen IV-Stelle.

Dafür können sich Privat- oder Drittpersonen direkt an die Eingliederungsfachperson der IV wenden.

Die 4 Phasen der Arbeitsintegration

Phase 1: Berufliche Abklärung und Orientierung

Ein Job Coach und eine Therapie-Fachperson klären die Voraussetzungen ab und formulieren mit der Klientin / dem Klienten mögliche Arbeitsbereiche. In den folgenden 4 bis 6 Wochen beurteilen sie am Arbeitsplatz in der Brühlgut Stiftung, wo therapeutischer Handlungsbedarf besteht und wie gross das Potenzial für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt ist.

 

Phase 2: Erarbeitung berufliches Profil und Integrationsplanung

Die Fachpersonen der Brühlgut Stiftung besprechen mit der kantonalen IV-Stelle, welche konkreten Integrationsmassnahmen und Therapiebereiche für eine erfolgreiche Eingliederung benötigt werden.

 

Phase 3: Arbeitsplatzfindung, Training und Integrationsmassnahmen

Die Klientin / der Klient trainiert am Arbeitsplatz in der Brühlgut Stiftung oder bei einem Partner im ersten Arbeitsmarkt, begleitet durch gezielte Therapiemassnahmen. Die Dauer richtet sich nach den Zielen und den persönlichen Fortschritten. Falls das Training bei einem Partner stattfindet, wird die Klientin / der Klient mit «Supported Employment» begleitet.

Phase 4: Nachbetreuung

Im ersten Arbeitsmarkt wird die Klientin / der Klient nach den Grundsätzen von Supported Employment weiterhin durch einen Job Coach unterstützt.